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Warum 1,3 Prozent Wachstum für 2026 keine Trendwende ist
October 6, 2026
26
mins
Warum 1,3 Prozent Wachstum für 2026 keine Trendwende ist
Gäste:
Prof. Dr. Peter Bofinger, Universität Würzburg

1,3 Prozent Wachstum sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute für 2026 voraus, deutlich mehr als noch im Frühjahr erwartet. Ist das der Aufschwung, auf den alle warten? Oder tragen vor allem der Staat und ein paar Sondereffekte das Plus, während die Unternehmen weiter abwarten?

Darüber spreche ich im Economist Corner mit Prof. Dr. Peter Bofinger, Senior-Professor an der Universität Würzburg und von 2004 bis 2019 Mitglied im Sachverständigenrat.

Aus dem Gespräch

„Diese Abschreibungserleichterungen sind nett, aber im Grunde ist das nichts anderes als ein zinsloser Kredit. Für Unternehmen, die Verluste machen, bringt das gar nichts.“ (Prof. Dr. Peter Bofinger)

„Das Risiko ist eher, dass wir wieder bei null landen als bei eins.“ (Prof. Dr. Peter Bofinger)

„Wenn wir wollen, dass auch die Demokratie hier erhalten bleibt, brauchen wir Wachstum.“ (Prof. Dr. Peter Bofinger)

Themen der Folge

📊 Woher das Wachstum kommt: Das Plus von 1,3 Prozent tragen vor allem der Staatsverbrauch und überraschend starke Exporte. Der Beitrag der Investitionen liegt bei null, und für 2027 und 2028 erwarten die Institute nur noch 1,1 und 0,4 Prozent.

🏗️ Warum der Investitionsbooster nicht zündet: Peter Bofinger plädiert für eine Investitionsprämie, die nur bekommt, wer zusätzlich investiert oder in erneuerbare Energien und neue Technologien geht. Dazu ein großes Wohnungsbauprogramm, das schnell sichtbar wirkt.

⚡ Energiepreise und EZB: Hohe Energiepreise entziehen Kaufkraft, die Zinserhöhung der EZB bremst zusätzlich. Für Bofinger ein Doppelschlag und zugleich ein starkes Argument für den schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien.

🤖 Stellschrauben mit Zukunft: eine Innovationsstrategie mit eigenem Budget, eine KI-Initiative nach französischem Vorbild und Robotik, bei der Süddeutschland in Europa vorne liegt.

Kapitelmarken

00:00 Einführung

00:54 Aufschwung oder Atempause?

03:23 Investitionsbooster, ZIM und fehlende Prioritäten

08:09 Wohnungsbau als schnelles Wachstumsprogramm

09:26 Energiepreise und die Zinserhöhung der EZB

12:48 Innovationsstrategie und KI-Initiative

14:41 Robotik: Software trifft Hardware

18:07 Bürokratie und die nächsten zwei Jahre

20:02 Energiewende, Verteidigung und Mittelstand

22:21 Ausblick 2027 und 2028

Über den Gast

Prof. Dr. Peter Bofinger ist Senior-Professor für Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Von 2004 bis 2019 gehörte er dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Seit Januar 2026 ist er Mitglied der Alterssicherungskommission der Bundesregierung. Seine Schwerpunkte sind Geldpolitik, Konjunktur sowie die europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik. Im Podcast ist er seit Folge 2 dabei und ordnet im Economist Corner regelmäßig die Wirtschaftslage ein.

Links und Ressourcen

Prof. Dr. Peter Bofinger auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/peter-bofinger-7822322/

Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: https://gemeinschaftsdiagnose.de

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): https://www.zim.de

SKZ, Das Kunststoff-Zentrum in Würzburg: https://www.skz.de

Arbeit Bildung Zukunft auf allen Plattformen: https://lnk.to/arbeit-bildung-zukunft

Lukas Kagerbauer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lukas-kagerbauer/

LinkedIn-Newsletter Arbeit Bildung Zukunft: https://www.linkedin.com/newsletters/arbeit-bildung-zukunft-podcast-7255851245146402817/

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Über den Podcast

Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.

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